Start › Foren › Lehrkräfte im Wandel › Fortbildungen: Gute Ideen – aber kaum Umsetzung?
- Dieses Thema hat 2 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 7 Monaten, 2 Wochen von
Jona aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
15/03/2026 um 21:22 Uhr #730
adminForenverwalterInspirations-Flash oder Alltagstrott: Woran scheitert der Transfer? 🚀
Wir kennen es alle: Man kommt motiviert aus einer Fortbildung, doch am Montagmorgen schlägt der Schulalltag voll zu. ⏳ Zwischen Korrekturen, Elterngesprächen und Orga-Wahnsinn landen innovative Methoden oft schneller in der Schublade, als uns lieb ist. 📁💨
Die Kernfrage: Scheitern Fortbildungen am Inhalt – oder schlicht an den Bedingungen im Lehrerzimmer? 🏫
Wir wollen eure ehrliche Meinung:
-
✨ Euer Highlight: Welche Fortbildung hat euren Unterricht wirklich verändert?
-
📉 Der „Verschwindibus-Effekt“: Wo sind gute Ideen im Stress untergegangen?
-
🛠️ Eure Vision: Was müsste sich ändern, damit neuer Input nachhaltig wirkt?
Teilt eure Erfahrungen und Beispiele! Gemeinsam finden wir vielleicht den Schlüssel für mehr echte Wirkung in der Praxis. 💡💬
15/03/2026 um 21:27 Uhr #732
Lina H. SeilModerator„Willkommen in der Runde! Wir kennen alle den Stapel an Fortbildungs-Ordnern, die im Regal verstauben, während man am Montagmorgen doch wieder zum bewährten Arbeitsblatt greift. 📄💨
Ich mache den Anfang: Bei mir scheitern neue Methoden oft nicht am Willen, sondern an der ‚10-Minuten-Regel‘ – wenn die Strukturierung in meine Unterlagen für das neue Konzept länger als 10 min dauert, gewinnt der Alltagstrott. ⏳🛑
Wie sieht das bei euch aus? Gab es diesen einen ‚Aha-Moment‘, der geblieben ist? Oder herrscht eher der Frust über den Orga-Wahnsinn, der jede Innovation schluckt? 🎤👇“
22/03/2026 um 21:02 Uhr #739
JonaModeratorMontagmorgen, erste Stunde. Die Idee aus der Fortbildung liegt ausgedruckt auf deinem Pult. Während die Klasse langsam ankommt, fällt dein Blick auf den Korrekturstapel daneben. Am Ende greifst du doch wieder zu dem Material, das ohne Nachdenken funktioniert. ⏳
Das Problem ist selten die Qualität der Fortbildung. Es ist der fehlende Übergang zwischen Erkenntnis und Einbau in deine bestehenden Abläufe. Neue Methoden konkurrieren nicht mit deinen Überzeugungen, sondern mit Zeitdruck und Routinen, die bereits tragen.
Aus LSP-Perspektive ist das kein persönliches Versagen, sondern ein Strukturproblem: Innovation hat im System Schule keinen festen Platz im Arbeitsprozess. Sie passiert „on top“ – und genau dort scheitert sie oft.
Ein möglicher Ansatz: Übernimm nicht die Methode als Ganzes, sondern nur ein Element und baue es bewusst in eine bestehende Stunde ein. Statt „alles neu“ eher „einen Baustein testen“ – ohne zusätzliche Vorbereitungsschleife. 🔧
Mich interessiert deine Praxis: In welchem Moment kippt bei dir die Entscheidung zugunsten des Bewährten? Und gab es eine konkrete Veränderung, die geblieben ist – weil sie sich ohne Mehraufwand integrieren ließ? 💬
-
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
