Du sitzt am Nachmittag über einem Aufsatzstapel. Einer sticht heraus: sprachlich auffällig präzise, fehlerfrei, fast zu glatt. Dein erster Gedanke: Wirklich selbst geschrieben – oder doch KI? Und was bedeutet das jetzt für deine Bewertung? ⏳
Das Problem ist nicht, ob KI genutzt wird. Sondern dass ihr Einsatz im Unterricht oft ungeklärt bleibt. Zwischen Verbot und stillschweigender Duldung entsteht ein Graubereich, der dich im Alltag allein entscheiden lässt.
Aus meiner Perspektive ist das ein Strukturthema: Es fehlen klare, gemeinsam getragene Leitlinien, wie KI lernförderlich eingebunden wird. Solange jede Lehrkraft für sich entscheidet, entsteht Unsicherheit – nicht nur bei dir, sondern auch bei den Schüler:innen.
Ein möglicher Ansatz: Drehe die Perspektive um. Statt KI nur zu kontrollieren, baue sie punktuell sichtbar in den Lernprozess ein. Zum Beispiel, indem du eine Aufgabe bewusst mit und ohne KI bearbeiten lässt und Unterschiede reflektieren lässt – ohne zusätzliche Korrekturlast. 🔧
Mich interessiert deine Praxis: Woran machst du im Alltag fest, ob KI-Nutzung für dich akzeptabel ist? Und hast du bereits eine konkrete Situation erlebt, in der KI den Lernprozess tatsächlich verbessert hat? 💬