Du willst nach der letzten Stunde noch schnell zwei Hefte korrigieren. Währenddessen kommt eine Mail rein, dann klopft jemand wegen einer kurzen Rückfrage, und nebenbei fällt dir ein, dass du noch Material für morgen anpassen musst. Am Ende hast du viel gemacht – aber nichts wirklich abgeschlossen.
Das Problem ist nicht fehlende Effizienz. Es ist die Zerstückelung deiner Arbeitszeit. Viele Aufgaben laufen parallel, aber kaum eine bekommt ein klares Zeitfenster bis zum Abschluss.
Aus meiner Sicht ist das ein Strukturproblem: Der Schulalltag ist so organisiert, dass Unterbrechungen der Normalzustand sind. „Fertig werden“ ist darin nicht vorgesehen, sondern muss aktiv gegen die Struktur erkämpft werden.
Ein möglicher Ansatz: Nicht versuchen, alles effizienter zu machen, sondern bewusst einzelne Aufgaben als „abschließbar“ zu definieren. Zum Beispiel: nicht „Korrekturen anfangen“, sondern „5 Arbeiten vollständig korrigieren“ – und alles andere in dieser Zeit ausblenden.
Mich interessiert deine Praxis: Was ist bei dir aktuell der größte Zeitfresser – eher die Menge der Aufgaben oder die ständigen Unterbrechungen? Und gibt es eine Tätigkeit, bei der du es schaffst, sie konsequent zu Ende zu bringen?